Schlagworte: Burschenschaften
Als eine studentische Verbindung mit einer langen Tradition findet man Burschenschaften heute an vielen deutschen Hochschulen. Die Burschenschaften definieren sich in der Hauptsache durch Patriotismus und politisches Engagement. Sie entstanden nach den napoleonischen Freiheitskriegen und wurden 1815 als Urburschenschaft gegründet. Diese berief sich auf Werte wie Vaterland, Ehre und Freiheit, wobei besonders der vaterländische Gedanke viele Studenten begeisterte. Auf dem 1817 gefeierten Wartburgfest wurden Grundsätze und Beschlüsse wie Aufhebung der Zollbeschränkungen, Gleichheit vor dem Gesetz, Schutz der Freiheit des einzelnen und dessen Eigentum gefasst, die sich heute auch in der bundesrepublikanischen Verfassung widerspiegeln. Auch in der Revolution waren die Burschenschaften eine treibende Kraft. Ihre Farben Schwarz, Rot und Gold wurden zu den Farben der deutschen Demokratiebewegung. Nach Einigung des Reiches 1871 zogen sich die Burschenschaft zurück, da sie ihr Hauptziel erreicht hatten. Nach 1945 kam es zu Neugründungen, denn während des Nationalsozialismus wurden alle Burschenschaften in den NS-Studentenbund eingegliedert. Heute organisieren sich die Burschenschaften in zwei Korporationsverbände: die Deutsche Burschenschaft und die Neue Deutsche Burschenschaft. Daneben gibt es auch noch andere Burschenschaften wie den Schwarzburgbund und den Ring katholischer Burschenschaften.
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