Schlagworte: Schlagende Verbindungen
Studentenverbindungen sind in Studienzeiten gebildete Gemeinschaften, bei dem alle Mitglieder gleich stimmberechtigt sind. Sie bleiben auch nach dem Studium oft ein Leben lang in Verbindung. Studentenverbindungen sind meist eingetragene Vereine mit eigenen Wappen, Mützen und Farben (Couleurs). Man unterscheidet schlagende und nicht schlagende Verbindungen. Wobei man unter Schlagen, das Fechten versteht. Mitglieder schlagender Verbindungen tragen mit scharfen Waffen Zweikämpfe (Mensuren) aus. Bei diesen Kämpfen geht es um Tapferkeit, Standhaftigkeit und "Persönlichkeitsbildung" und nicht um Leben oder Tod. Dies setzt großes Vertrauen unter den Kämpfern (Paukanten) voraus. Anders als beim Sportfechten werden bei diesem Fechtkampf (Pauken) lediglich Hiebe ausgeführt. Bis auf den Kopf wird der restliche Körper bandagiert. Es wird eine Fechtbrille mit Nasenschutz getragen. Nicht mehr aktive ältere Mitglieder der schlagenden Verbindungen nennt man der strengen Vereinshierarchie folgend "Alte Herren". Kritisiert werden schlagende Studentenverbindungen vor allem deshalb, weil sie Standesdünkel und Herrschaftsdenken fördern. Man wirft ihnen auch die Bildung von Seilschaften beim Zuschachern von beruflichen Positionen vor. Rechtlich gesehen wird die Mensur heutzutage gleichgestellt mit dem Boxkampf, da diese Aktionen mit dem Einverständnis der Akteure stattfinden. Schlagende Verbindungen sind außerdem reine Männerbünde, in denen keine Frauen zugelassen sind.
Copyright 2010 © Schlagende Verbindungen